Die Zeit der Schwangerschaft ist schlicht und einfach magisch. Ein neues Leben wächst in dir heran. Gönne dir in dieser speziellen Phase eine kleine Auszeit, in welcher du dich ganz auf deine heranwachsendes Kind und dein sich verändernder Körper widmen kannst. Wir gehen spezifisch auf die Sonderheiten während der Schwangerschaft ein, stärken den Rücken und Beckenboden, lösen die Verspannungen im Nacken, kräftigen die Beine und Arme. Der Austausch mit anderen Schwangeren tut gut und es entstehen auch Freundschaften fürs Leben.

Durch die Yogaatmungsübungen gebe ich dir ein Werkzeug für die Konzentration, welches du auch während der Geburt einsetzen kannst. Eine süsse Endentspannung rundet die Yogastunde ab damit sich alle gelösten Blockaden und Energien beruhigen.


Ich freue mich auf dich!

Einstieg: ab der 16. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt

Zeit: 9:30 - 10:30 Uhr

Ort: Kantonsspital Nidwalden, Stans, Physiotherapieraum im EG

Kosten: 26.- für eine Einzellektion, 240.- für ein 10er Abo

Ab Januar 2022 neue Preise! 10er Abo CHF 300.-, Einzellektion CHF 32.-

Die Schwangerschaftsyogakurse finden wieder live statt. Als Übergangslösung im Saal der röm kath. Kirche St. Laurentius Dallenwil, Hurschlistrasse 1, bis wir wieder ins Spital dürfen.

"Die ersten 6 Wochen der Mutterschaft"

Blogartikel

Mentale, physische und emotionale Vorbereitung auf die Zeit nach der Geburt

In den meisten Geburtsvorbereitungskursen, Schwangerschaftsyogastunden oder Gesprächen mit anderen Müttern geht es um die Schwangerschaft, Versorgung des Babies, Geburtsplan. Jedoch wird man meist nicht vorbereitet was man als neugeborene Mama von der Zeit der ersten 6 Wochen nach der Geburt erwarten kann. Gespräche mit der eigenen Mutter oder mit Freundinnen welche schon Kinder haben bereitet die werdende Mutter vor für ihre eigene Reise als Mutter. Es hilft sich Tipps zu holen von erfahrenen Müttern, jedoch sollte man immer auf das eigene "Mamagefühl" hören. 


Sind wir ehrlich, die ersten 6 Wochen als neugeborenen Mama sind sehr herausfordernd für die meisten Mamas. Man lebt in einer neuen Routine welche meist den Bedürfnissen des Babies angepasst ist, man versteht die Zeichen des Babies noch nicht, fühlt sich hilflos oder manchmal unfähig für sein Baby zu sorgen.  Schlafmangel, Hormoninbalance und das Heilen des eigenen Körpers helfen nicht unbedingt.


Sprechen wir offen über ein paar Topics:

Anämie: Meistens führt die Anämie von der Geburt her, da der Körper den Blutverlust der Geburt kompensieren muss. Hier können natürliche Vitamine für den Eisengehalt helfen (Floradix) . Oder noch besser: esst eisenhaltige Nachrung wie Randen, Karotten, Spinat, dunkelgrünes Blättergemüse, Trauben, Kirschen, Sonnenblumen oder Kürbiskerne, Aprikosen, Zwetschgen, Algen. Nesseltee und blau grüne Algen sind auch hilfreich.

Verstopfung / erster Stuhlgang: die erste Darmbewegung nach der Geburt kann sehr schmerzvoll sein. Manche Mütter haben das Gefühl wieder in den Wehen zu liegen. Die Region um die Vagina hat Verletzungen wie kleine Risse oder einen Dammschnitt, Hämoroiden sind ein bekanntes Thema in der späten Schwangerschaft. Frage die Hebamme nach einem natürlichen Mittel für Verstopfung. Eine faserreiche Ernährung unterstützt die natürliche Verdauung. Ghee, warme Gewürzmilch (Zimt, Nelke, Muskat, Cardamon) Flax oder Chiasamen, Flohsamenfasern. Morgens trinke ein glas warme Milch aus den nüchternen Magen.

Stillen: einer der grösseren Herausforderungen für neugeborene Mamas kann das Stillen sein. Es ist immer noch unerforscht, wieso gewisse Mütter Milch im Überfluss haben und gewisse Mamas haben nicht genügend, was einen grossen Stress auslösen kann.  Das wichtigste ist das Wohlbefinden den Mama und des Babies, dies sollte alle Vorstellungen von Stillen übersteuern.  Die Intuition einer Mama sollte nie ignoriert werden und Stillen sollte ein Akt sein welcher die Mutter und das Baby nährt auf allen Leveln, ansonsten ist Pulvermilch eine Option um den Stress zu minimieren. Suche dir Hilfe bei der Stillberatung oder bei deiner Hebamme. 

Kräuter welche die Milchproduktion stimmulieren: Fenchel, Mariendistel, Nessetee, Himbeerblättertee, Rote Nelke, Fenchelsamen, Marshmellow Wurzel, Zitronengrass Aromaöl.

Mastitits: Zudem kann es zu einer Brustentzündung kommen welche extrem schmerzhaft ist. Einer der Hauptgründe sind Bakterien welche durch kleine Risse in der Brustwarze eindringen können und auch Fieber verursachen. Eine gute Brustwarzenhandhabung ist wichtig. Auch abpumpen oder regelmässiges Füttern mit Abständen zwischen dem füttern kann Mastitis vorbeugen.

Soor: eine Pilzinfektion welche meist entdeckt wird durch weisse Flecken im Mund des Babies are hartnäckig zu behandeln. Dies kann auch dazu führen, dass die Brust der Mama brennt oder juckt oder auch einen stechenden Schmerz beim Stillen auslösen. Wasche die Brust mit warmen Wasser und lasse die Brust gut trocknen. Verzichte auf zuckerhaltiges Essen.

Inkontinenz: man spricht selten darüber, doch kommt dies bei rund 20% der Mütter vor. Inkontinenz bedeutet den Kontrollverlust des Urinflusses. Die meisten Müttern erleben dies in einer leichten Form während der Schwangerschaft durch den Druck und manchmal durch die Position des Kopfes des Babies. Wie auch immer, kurz nach der Geburt ist die Inkontinenz unkontrolliert. Dies kommt manchmal als Schock für neugeborene Mamas. Es gibt bei länger andauernden Beschwerden Beckenbodenexperten welche mit gezielten Übungen helfen können.  Regelmässige Entleerung der Blase, kein Druck auf die Blase und einer Eisenreichen und Fiberreichen Ernährung und natürlich Beckenbodentraining sind hilfreich.

Blutfluss- Lochia: 2 - 6 Wochen blutet man nach einer Geburt egal ob die Geburt natürlich oder ein Kaiserschnitt war. Tampons sind verboten wegen dem Infektionsrisiko. Dies ist ein natürlicher Reinigungsprozess des Körpers (Schleim, Blut und Gewebe). Es fühlt sich an wie die Menstruation nur ist es um einiges stärker. Guter Tipp- kauft grosse Binden in genügender Menge vor der Geburt.

Zaubernuss hilft bei starkem Blutfluss und hilft gegen Schmerzen und gegen Enzündungen.

Babyblues & Postnatale Depression: die Gründe wieso eine Mutter diese Gefühlsschwankungen durchmacht sind immer noch unbekannt. Einer der Hauptgründe sind die Hormonschwankungen, Östrogen, Progesteron und Cortisol Level fallen innerhalb den 48h nach der Geburt. Tipp: bleibe als erstgebärende Mama genügend lange im Spital bis der normale Babyblues normalerweise zwischen dem 3-4 Tag durchgestanden ist.  Wenn die Gefühlsschwankungen nach 3 Monaten noch vorhanden sind ist es wichtig dass man einen Medizinexperte wie Arzt oder Hebamme aufsucht. Zeichen sind: Gefühl der Wertlosigkeit, Ablehnung, Schuld. Gefühl sich nicht mit dem eigenen Baby verbinden zu können, oder kein Interesse oder negative Gefühle gegenüber dem Baby. Angstzustände, Selbstmordgedanken, man kann nicht mehr für sich oder das Baby sorgen, häufiges Weinen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Schwindel.

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