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Die ersten 6 Wochen nach der Geburt: Glück & Umstellung

02.11.2021

zu holenIn den meisten Geburtsvorbereitungskursen, Schwangerschaftsyogastunden oder Gesprächen mit anderen Müttern geht es um die Schwangerschaft, Versorgung des Babys, Geburtsplan. Jedoch wird man meist nicht vorbereitet was man als neugeborene Mama von der Zeit der ersten 6 Wochen nach der Geburt erwarten kann. 


Gespräche mit der eigenen Mutter oder mit Freundinnen, welche schon Kinder haben, bereitet die werdende Mutter vor für ihre eigene Reise als Mutter. Es hilft durchaus sich Tipps von erfahrenen Müttern  zu holen, jedoch sollte man immer auf das eigene "Mamagefühl" verlassen.


Sind wir ehrlich, die ersten 6 Wochen als neugeborenen Mama sind sehr herausfordernd für die meisten Mamas. Man lebt in einer neuen Routine, welche meist den Bedürfnissen des Babys angepasst ist, man versteht die Zeichen des Babys noch nicht, fühlt sich hilflos oder manchmal unfähig für sein Baby zu sorgen. Schlafmangel, Hormoninbalance und das Heilen des eigenen Körpers helfen nicht unbedingt.


Sprechen wir offen über ein paar Topics:

Anämie: Meistens führt die Anämie von der Geburt her, da der Körper den Blutverlust der Geburt kompensieren muss. Hier können natürliche Vitamine für den Eisengehalt helfen (Floradix) . Oder noch besser: esst eisenhaltige Nahrung wie Randen, Karotten, Spinat, dunkelgrünes Blättergemüse, Trauben, Kirschen, Sonnenblumen oder Kürbiskerne, Aprikosen, Zwetschgen, Algen. Nesseltee und blau grüne Algen sind auch hilfreich.

Verstopfung / erster Stuhlgang: die erste Darmbewegung nach der Geburt kann sehr schmerzvoll sein. Manche Mütter haben das Gefühl wieder in den Wehen zu liegen. Die Region um die Vagina hat Verletzungen wie kleine Risse oder sogar einen Dammschnitt. Auch Hämorrhoiden sind ein bekanntes Thema in der späten Schwangerschaft. Frage die Hebamme nach einem natürlichen Mittel für Verstopfung. Eine faserreiche Ernährung unterstützt die natürliche Verdauung. Ghee, warme Gewürzmilch (Zimt, Nelke, Muskat, Cardamon) Flax oder Chiasamen, Flohsamenfasern. Morgens trinke ein Glas warme Milch auf den nüchternen Magen.

Stillen: einer der grösseren Herausforderungen für neugeborene Mamas kann das Stillen sein. Es ist immer noch unerforscht, wieso gewisse Mütter Milch im Überfluss haben und gewisse Mamas haben nicht genügend, was einen grossen Stress auslösen kann. Das wichtigste ist das Wohlbefinden den Mama und des Babys, dies sollte alle Vorstellungen von Stillen übersteuern. Die Intuition einer Mama sollte nie ignoriert werden und Stillen sollte ein Akt sein, welcher die Mutter und das Baby nährt auf allen Leveln, ansonsten ist Pulvermilch eine Option um den Stress zu minimieren. Suche dir Hilfe bei der Stillberatung oder bei deiner Hebamme. Kräuter welche die Milchproduktion stimulieren: Fenchel, Mariendistel, Nessetee, Himbeerblättertee, Rote Nelke, Fenchelsamen, Marshmellow Wurzel, Zitronengrass Aromaöl.

Mastitis: Zudem kann es zu einer Brustentzündung kommen, welche extrem schmerzhaft ist. Einer der Hauptgründe sind Bakterien, die durch kleine Risse in der Brustwarze eindringen können und auch Fieber verursachen. Eine gute Brustwarzenhandhabung ist wichtig. Auch abpumpen oder regelmässiges Füttern mit Abständen zwischen dem füttern kann Mastitis vorbeugen.

Soor: eine Pilzinfektion, welche meist entdeckt wird durch weisse Flecken im Mund des Babys, sind hartnäckig zu behandeln. Dies kann auch dazu führen, dass die Brust der Mama brennt oder juckt oder auch einen stechenden Schmerz beim Stillen auslösen. Wasche die Brust mit warmen Wasser und lasse die Brust gut trocknen. Verzichte auf zuckerhaltiges Essen.

Inkontinenz: man spricht selten darüber, doch kommt dies bei rund 20% der Mütter vor. Inkontinenz bedeutet den Kontrollverlust des Urinflusses. Die meisten Müttern erleben dies in einer leichten Form während der Schwangerschaft durch den Druck und manchmal durch die Position des Kopfes des Babys. Wie auch immer, kurz nach der Geburt ist die Inkontinenz unkontrolliert. Dies kommt manchmal als Schock für neugeborene Mamas. Es gibt bei länger andauernden Beschwerden Beckenbodenexperten, welche mit gezielten Übungen helfen können. Regelmässige Entleerung der Blase, kein Druck auf die Blase und einer  eisenreichen und fiberreichen Ernährung und natürlich Beckenbodentraining sind hilfreich.

Blutfluss-Lochia: 2 - 6 Wochen blutet man nach einer Geburt egal ob die Geburt natürlich oder ein Kaiserschnitt war. Tampons sind verboten wegen dem Infektionsrisiko. Dies ist ein natürlicher Reinigungsprozess des Körpers (Schleim, Blut und Gewebe). Es fühlt sich an wie die Menstruation, nur ist es um einiges stärker. Guter Tipp - kauft grosse Binden in genügender Menge vor der Geburt. Zaubernuss hilft bei starkem Blutfluss und hilft gegen Schmerzen und gegen Entzündungen.

Babyblues & Postnatale Depression: die Gründe wieso eine Mutter diese Gefühlsschwankungen durchmacht, sind immer noch unbekannt. Einer der Hauptgründe sind die Hormonschwankungen: Östrogen, Progesteron und Cortisol Level fallen innerhalb den 48h nach der Geburt. Tipp: bleibe als erstgebärende Mama genügend lange im Spital bis der normale Babyblues normalerweise zwischen dem 3-4 Tag durchgestanden ist. Wenn die Gefühlsschwankungen nach 3 Monaten noch vorhanden sind, ist es wichtig dass man einen Medizinexperte wie Arzt oder Hebamme aufsucht. Zeichen sind: Gefühl der Wertlosigkeit, Ablehnung, Schuld. Gefühl sich nicht mit dem eigenen Baby verbinden zu können, oder kein Interesse oder negative Gefühle gegenüber dem Baby. Angstzustände, Selbstmordgedanken, man kann nicht mehr für sich oder das Baby sorgen, häufiges Weinen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Schwindel.

Aromaöle in der Schwangerschaft

15. Januar 2020

Aromaöle können ein Segen aber auch eine Gefahr in der Schwangerschaft sein. Zudem ist der Geruchssinn in der Schwangerschaft empfindlicher. Einige ätherische Öle dürfen in der Schwangerschaft nicht oder nur auf der Grundlage einer strikten medizinischen Indikation verwendet werden. Hierzu gehören beispielsweise: Kampfer, Nelken, Ingwer, Zimt, Muskatellersalbei und Eisenkraut, deren Essenzen Wehen fördern können.

Die beste Art Aromaöle einzusetzen sind Aromaraumsprays (Verdünnung 3%), Vollbad (Verdünnung 3%), Aromavernebler / Diffuser (Verdünnung 2%) oder Massageöle (3%). Die besten Trägeröle in der Schwangerschaft sind Jojobaöl, Kokosöl, Avocadoäl und Sesamöl. Geranium, Rose, Neroli, Lavender, röm. Kamille, Helichrysium, Bergamotte und Sandelholz sind hervorragende Düfte für emotionale Stabilität & Ruhe. Bitte beachtet immer naturreine, biologische Aromaöle zu nehmen und zuerst eine kleine Hautprobe durchführen.  Die meisten Aromaöle sind geeignet für die Körperpflege jedoch ist Vorsicht geboten bei Zitrusfrüchten, welche verbrennungsähnliche Symptome herbeiführen können. 

Badezusatz: Aromaöle nicht direkt ins Ba­de­was­ser ge­ben sondern mi­sche ein paar Trop­fen Aro­ma-Öl mit etwas Rahm oder Milch und gib diese Mi­schung anschliessend ins war­me Was­ser.  

Kopfschmerzen: Lavendel & Pfefferminz

Durchschlafprobleme: Ro­sen­ge­ra­nium, Ma­jo­ran, Me­lis­se, Ne­ro­li , Ar­ch­an­ge­li­ka, Ber­ga­mot­te und Rose 

Emotionale Stabilität:  Geranie, Mandarine und Rose helfen die Stimmung aufzuhellen

Hämorroiden: Myr­rhe, Schaf­gar­be und Zy­pres­se

Ohnmacht: Rosmarin in einem Riechfläschchen

Blähungen: Kümmel, Fenchel

Hoher Blutdruck: Sandelholz, Melissenbalsam